Unternehmenssteuern in den USA

Steuern USA

Die Steuer fällt zweimal an: einmal beim Bund mit einem festen Satz, einmal beim Bundesstaat mit einem, der zwischen null und 11,5 Prozent liegt.

Maßgeblich ist dabei nicht der Gründungsstaat, sondern der Staat, in dem tatsächlich gearbeitet wird. Diese Seite führt den Bund und alle fünfzig Bundesstaaten mit ihren Sätzen und Stufen — dazu die sechs Staaten, die keine Ertragsteuer kennen, und das, was sie stattdessen verlangen.

Stand: 5. September 2026

Der Bund: 21 Prozent, ohne Staffel

Der Satz gilt seit dem 1. Januar 2018 und kennt keine Stufen. Der erste verdiente Dollar wird so besteuert wie der millionste. Im Gesetz steht er in einem einzigen Satz: „The amount of the tax imposed by subsection (a) shall be 21 percent of taxable income."

Personengesellschaften zahlen ihn nicht selbst. Ihr Gewinn wird den Gesellschaftern zugerechnet und dort erfasst. Das betrifft die LLC im Regelfall, ebenso die LP und die LLP.

26 U.S.C. § 11(b), am 2. September 2026 im geltenden Text nachgesehen.

Alle fünfzig Staaten und der District of Columbia

Wo eine Staffel besteht, steht sie in der rechten Spalte. Die Buchstaben verweisen auf die Fußnoten unter der Tabelle.

BundesstaatSpitzensatzStufen
Alabama6,50 %einheitlich
Alaska9,40 %0,00 % ab $0
2,00 % ab $25.000
3,00 % ab $49.000
4,00 % ab $74.000
5,00 % ab $99.000
6,00 % ab $124.000
7,00 % ab $148.000
8,00 % ab $173.000
9,00 % ab $198.000
9,40 % ab $222.000
Arizona4,90 %einheitlich
Arkansas4,30 %1,00 % ab $0
2,00 % ab $3.000
3,00 % ab $5.000
4,30 % ab $11.000
California8,84 %einheitlich
Colorado a4,40 %einheitlich
Connecticut b8,25 %7,50 % ab $0
8,25 % ab $100.000.000
Delaware c8,70 %einheitlich
Florida5,50 %5,50 % ab $50.000
Georgia5,19 %einheitlich
Hawaii6,40 %4,40 % ab $0
5,40 % ab $25.000
6,40 % ab $100.000
Idaho5,30 %einheitlich
Illinois d9,50 %einheitlich
Indiana4,90 %einheitlich
Iowa7,10 %5,50 % ab $0
7,10 % ab $100.000
Kansas7,00 %4,00 % ab $0
7,00 % ab $50.000
Kentucky5,00 %einheitlich
Louisiana5,50 %einheitlich
Maine8,93 %3,50 % ab $0
7,93 % ab $350.000
8,33 % ab $1.050.000
8,93 % ab $3.500.000
Maryland8,25 %einheitlich
Massachusetts8,00 %einheitlich
Michigan6,00 %einheitlich
Minnesota9,80 %einheitlich
Mississippi5,00 %4,00 % ab $5.000
5,00 % ab $10.000
Missouri4,00 %einheitlich
Montana6,75 %einheitlich
Nebraska4,55 %einheitlich
Nevada ckeine—
New Hampshire7,50 %einheitlich
New Jersey e11,50 %6,50 % ab $0
7,50 % ab $50.000
9,00 % ab $100.000
11,50 % ab $10.000.000
New Mexico5,90 %einheitlich
New York7,25 %6,50 % ab $0
7,25 % ab $5.000.000
North Carolina2,00 %einheitlich
North Dakota4,31 %1,41 % ab $0
3,55 % ab $25.000
4,31 % ab $50.000
Ohio ckeine—
Oklahoma4,00 %einheitlich
Oregon c7,60 %6,60 % ab $0
7,60 % ab $1.000.000
Pennsylvania7,49 %einheitlich
Rhode Island7,00 %einheitlich
South Carolina5,00 %einheitlich
South Dakotakeine—
Tennessee c6,50 %einheitlich
Texas ckeine—
Utah4,50 %einheitlich
Vermont8,50 %6,00 % ab $0
7,00 % ab $10.000
8,50 % ab $25.000
Virginia6,00 %einheitlich
Washington ckeine—
West Virginia6,50 %einheitlich
Wisconsin7,90 %einheitlich
Wyomingkeine—
Washington, D.C.8,25 %einheitlich

Fußnoten. a — Colorados Satz von 4,4 Prozent kann im laufenden Jahr gesenkt werden, wenn die Einnahmen es zulassen. b — Connecticut erhebt einen Zuschlag von 10 Prozent auf die Steuerschuld, wenn der Bruttoertrag 100 Millionen Dollar erreicht oder die Gesellschaft als Teil einer verbundenen Gruppe erklärt; der Zuschlag läuft am 1. Januar 2029 aus. c — Nevada, Ohio, Texas und Washington kennen keine Ertragsteuer, erheben aber eine Abgabe auf den Bruttoumsatz; Delaware, Oregon und Tennessee erheben eine solche zusätzlich zur Ertragsteuer. d — Illinois' Satz setzt sich aus zwei getrennten Steuern zusammen: 7 Prozent Körperschaftsteuer und 2,5 Prozent Ersatzsteuer. e — In New Jersey gilt der genannte Satz auf das gesamte Nettoeinkommen, nicht nur auf den Teil oberhalb der Schwelle.

Die sechs Staaten ohne Ertragsteuer

„Keine Ertragsteuer" heißt nicht „keine Steuer". Vier dieser Staaten greifen stattdessen auf den Umsatz zu, und eine Umsatzabgabe trifft auch, wer Verlust macht. Zwei verlangen tatsächlich nichts vom Gewinn.

BundesstaatWas stattdessen erhoben wird
NevadaDie Commerce Tax auf den in Nevada erzielten Bruttoumsatz, sobald er vier Millionen Dollar im Geschäftsjahr übersteigt, dazu eine Abgabe für die Geschäftslizenz.
OhioDie Commercial Activity Tax auf den Umsatz.
TexasDie Franchise Tax auf die Marge: 0,75 Prozent, im Handel 0,375 Prozent. Erst ab 2.650.000 Dollar Umsatz fällt überhaupt etwas an; bis 20 Millionen gibt es einen vereinfachten Satz von 0,331 Prozent.
WashingtonDie Business and Occupation Tax auf den Umsatz.
South DakotaWeder eine Ertragsteuer noch eine allgemeine Umsatzabgabe für Gesellschaften.
WyomingKeine Ertragsteuer. Die jährliche Lizenzsteuer knüpft am Vermögen an, nicht am Gewinn: 60 Dollar oder zwei Zehntel eines Promille auf das in Wyoming eingesetzte Vermögen, je nachdem, was höher ist.

Eine Umsatzabgabe ist kein Rabatt. Eine Ertragsteuer fällt weg, wenn kein Gewinn entsteht. Eine Abgabe auf den Umsatz nicht. In einem Aufbaujahr mit hohem Umsatz und geringer Marge ist Texas oder Ohio deshalb teurer als ein Staat mit Ertragsteuer.

Delawares 8,7 Prozent treffen die meisten nicht

Delaware steht in der Tabelle mit 8,7 Prozent und wirkt damit teuer. Der Satz gilt aber nur für Gewinn aus Geschäft innerhalb Delawares. Wer dort eingetragen ist und anderswo arbeitet, zahlt ihn nicht — er zahlt die jährliche Franchise Tax, und die hängt nicht am Gewinn.

RechtsformJährlich an DelawareWie sie sich berechnet
Corporationab 225 USD175 Dollar Franchise Tax bei bis zu 5.000 genehmigten Aktien, dazu 50 Dollar für den Jahresbericht. Mit der Zahl der Aktien steigt der Betrag.
LLC400 USDPauschal. Weder Gewinn noch Größe spielen eine Rolle.
LLP300 USD je GesellschafterNach oben bei 180.000 Dollar gedeckelt. Zu zweit sind es 600, zu fünft 1.500.

Welcher Bundesstaat für eine Gründung in Frage kommt und was gegen die anderen spricht, steht auf der Seite zum Gründungsstaat. Was jährlich zu erklären ist, bei den steuerlichen Pflichten.

Drei Punkte, die nur Ansässige außerhalb der USA betreffen

Die zweite Hälfte der Rechnung steht nicht in den USA. Ob und wann ein amerikanischer Gewinn im Wohnsitzstaat zu versteuern ist, entscheidet dessen Recht und das Doppelbesteuerungsabkommen. Österreich und Deutschland knüpfen die unbeschränkte Körperschaftsteuerpflicht nicht am Sitz allein fest, sondern am Ort der Geschäftsleitung — dem Mittelpunkt der geschäftlichen Oberleitung. Wer eine US-Gesellschaft vom Schreibtisch in Europa führt, hat sie dort zu erklären.

Die S-Corporation ist gesetzlich gesperrt. Sie wird als Steuersparform empfohlen und ist für Sie nicht wählbar: Eine small business corporation darf keinen nonresident alien als Gesellschafter haben. Wer in Österreich, Deutschland oder der Schweiz wohnt, ist genau das. Eine dennoch getroffene Wahl fällt rückwirkend weg.

Bei Personengesellschaften wird an der Quelle einbehalten. Weist eine amerikanische Personengesellschaft einem ausländischen Gesellschafter Gewinn zu, muss sie Steuer abführen — bei der Zuweisung, nicht bei der Auszahlung, und zum höchsten in Betracht kommenden Satz. Zurück kommt das Geld nur über eine eigene US-Steuererklärung.

Woher die Zahlen stammen

Sätze und Stufen der Bundesstaaten: Tax Foundation, State Corporate Income Tax Rates and Brackets, 2026, veröffentlicht am 5. Januar 2026. Sie stützt sich auf die Gesetze, Formulare und Anleitungen der Staaten sowie auf Bloomberg Tax.

Am Gesetzestext gegengeprüft haben wir den Bundessatz (26 U.S.C. § 11(b)), Delawares 8,7 Prozent (30 Del. C. § 1902), die Franchise Tax (8 Del. C. §§ 502, 503), die Beträge für LLC und LLP (6 Del. C. § 18-1107(b) und § 15-1207(a)(3)), Floridas 5,5 Prozent (Fla. Stat. § 220.11) und Wyomings Lizenzsteuer (W.S. 17-16-1630). Texas und Nevada nach den Angaben ihrer eigenen Finanzverwaltungen. Alle Gegenproben stimmten überein.

Welcher Satz für Sie gilt, hängt an zwei Angaben

Wo die Gesellschaft tatsächlich arbeitet, und wo Sie selbst ansässig sind. Aus diesen beiden ergibt sich die Rechnung — die amerikanische Hälfte und die europäische.

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